Natursekt

Fetischkategorien im Fetischpranger

Die sexuelle Vorliebe für Urin wird auch Urophilie genannt. Hierbei wird Urin, der Geruch von Urin oder auch die orale Aufnahme von Urin als erotisch und sexuell stimulierend empfunden. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen wird diese Praktik angewandt.

Wie bei sehr vielen anderen Themen wie zum Beispiel Homosexualität – welche mittlerweile schon teilweise akzeptiert wird – ist die Akzeptanz in der Gesellschaft nicht wirklich gegeben und aus diesem Grund wird diese Neigung auch verschwiegen. Im Rahmen der Psychoanalyse und der psychosozialen Diagnostik wurde diese Neigung sogar als Störung bezeichnet, welche erst dann als behandlungsbedürftig angesehen wird wenn das Urinieren oder trinken des Urins als vollständiger Ersatz für die partnerschaftliche Sexualität dient oder man nur erschwert befriedigt werden kann. In der Umgangssprache wird oft die nicht pathologische Vorliebe, Urin bei sexuellen Spielen mit einzubauen, als Urophilie bezeichnet.

Je nach der Szene in der es verwendet wird gibt es auch diverse Ausrücke wie Natursekt, Pissing, Watersports, Golden Shower und so weiter. Bei Homosexuellen wird oft ein Code – genannt Hanky Code – verwendet um die Vorliebe nicht in Worten ausdrücken zu müssen. So nimmt man dabei zum Beispiel ein gelbes Taschentuch welches den Wunsch nach Natursekt ausdrücken soll. Dabei hat es große Bedeutung in welcher Hosentasche das Taschentuch steckt, rechts bedeutet es das derjenige Urin abgibt also aktiv tätig ist und links das er Urin empfängt also passiv mitwirkt.

Risiken in dieser Praktik gibt es keinen wenn der Partner gesund ist. Hepatitis A zum Beispiel bei erkrankten Menschen kann aber schnell übertragen werden.